Organisatorisches…

Ich habe mich für weiter 2 Universitäten für einen Studienplatz im Master beworben.

(Mein Chef hier meinte zu mir, ich solle den Master am besten im Ausland machen. Also, komplett. Hat da jemand von euch Ideen, Meinungen, Erfahrungen dazu?)

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(K)eine Macht den Drogen!

Ich bin schon immer ein kleiner Weltverbesserer. „Im Kleinen anfangen und dann die grossen Dinge angreifen“, kennt ihr ja. Seit ich als kleiner Knirps den Kinderbuchern entwachsen bin, also ab einem Alter von zehn, elf Jahren, habe ich dann teils sehr konkrete Ideen entwickelt, wie man denn jetzt, heute, sofort(!) genau die Welt zu einem besseren Ort machen kann.

Unter anderem auch zum Thema, zu dem ich durch diesen Beitrag angeregt wurde: Drogen. Drogen sind böse. Richtig.

Es wollte mir aber als Knirps schon keinen Sinn ergeben, wie wo Grenzen gezogen werden. Schliesslich sind Alkohol, Zigaretten und einiges mehr auch Drogen, aber legal erwerbbar. Immerhin gab es damals klare Grenzen, welche Drogen als legal einzustufen sind und welche nicht. Im heutigen Zeitalter der Synthetika gilt das so nicht mehr – Grund: immer mehr „legal highs“ mit eigentlich verbotenen Substanzen, die aber vom Gesetz noch nicht erfasst werden. (siehe Artikel oben)

Vergleichbar zur Anregung von Lars Fischer bin ich auch für eine grundsätzliche Legalisierung. Jedoch nicht nur „der meisten“, sondern aller Drogen. In einem neu zu schaffendem Umfeld, ob Abgabe durch Apotheken oder sogar eigene „Drugstores“ (im Wortsinn).

Was dagegen spricht? Was ich, wenn ich davon erzähle, immer wieder gesagt bekomme ist, es wären nun einmal schädliche Substanzen. Und die darf man nicht freigeben. Dann probieren ja auf einmal alle Drogen aus. Klar, dass so etwas nicht sein darf.

Aber wie sieht denn die Realität aus? Wer etwas nehmen will, wird irgendwo einen Anbieter finden – ob im Darknet (dem Untergrundinternet) oder einem nahen Park – und konsumieren.

Die Legalisierung eröffnet viele Möglichkeiten:
– Durch Steuern kann der Staat den Kampf gegen den Missbrauch derartiger Substanzen finanzieren. Zudem kann man durch unterschiedliche Besteuerung eine „Lenkungsfunktion“ wahrnehmen. Alkopops wurden vor einigen Jahren ja auch vor allem durch eine saftige Steuererhöhung unattraktiv.
– Es wandern weniger Drogennutzer in Gefängnisse. An sich sind Drogennutzer ja meist harmlos (nehmen wir als Beispiel eine Person, die sich ihr eigenes Marihuana pflanzt.) und die weniger harmlosen werden dann ja trotzdem erfasst (eine Straftat bleibt auch im Rauschzustand eine Straftat – wenn der Verursacher seinen Rausch selbst verursacht)
– Es wäre viel einfacher, Drogennutzer und deren Verbrauch zu kontrollieren. So könnte man sehr früh Drogenprobleme erkennen und behandeln – eventuell BEVOR sie ihre Nutzer zerstören.
– Ebenso einfach kontrollierbar ist dann die Qualität der Drogen – es gäbe keine Tote mehr durch gestreckten Stoff (eine grosse Gefahr, afaik) …
– …und auch die „Nadelproblematik“ wäre endlich passe.

Das sind nur ein paar Vorteile, die sich für mich klar so lesen, dass es nur sinnvoll sein kann, mehr Drogen zu legalisieren (angefangen mit Cannabis, aber an sich eben alle Substanzen). Allerdings begleitet von Kampagnen, die die Gefahren der Sustanzen deutlich herausstellen.
Und auf einen mündigen Bürger vertrauen.

Wie seht ihr das?

Farben…

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Da ich gerade sehr zeitlich eingespannt bin (also noch mehr als sonst…), hier ein sehr kontroverses Auto.

Ist das Auto grün oder lila?

Und war das Kleid eigentlich blau oder gold?

Song der Woche (12): Truth or Dare

Kyteman Orchestra – Truth or Dare

Das Kyteman Orchestra ist ein Projekt, des seit seinem 13. Lebensjahr als Kyteman firmierenden Colin Benders. Seine Wurzeln liegen im HipHop, jedoch ist die Musik seines Orchesters keinem klaren Genre zuzuordnen.

Da das hier der „Song der Woche“ ist, habe ich einen kurzen, knackigen Song herausgesucht, der mir besonders auch live gefallen hat (auf dem Southside, wir waren vielleicht 200 Fans Sonntag um 12 Uhr vor der großen Bühne, die auf tausende Zuschauer ausgelegt ist). Viel besser geeignet, um das Kyteman Orchstra kennenzulernen ist aber das Livekonzert – findet ihr auch hier

Enjoy:

Have fun, have music!

Alle anderen Folgen des „Songs der Woche“ findet ihr, wenn ihr hier klickt 😉

Hindernisse sprachlicher Natur…

…wer hier schon länger mitliest, weiss: Sprache ist mir wichtig. Mich halbwegs eloquent ausdrücken zu können, darauf lege ich schon wert. Schon aus Respekt der werten Leserschaft gegenüber.

Passend also zu den Kommentaren, die ich mit Molly letztens austauschte (man vergleiche hier und hier), passierte folgendes:

Als Praktikant bin ich – Achtung, Klischee! – auch dafür zuständig, Kaffee zu holen. Das ist an sich kein grosser Akt. Jedoch haben wir keinen Kaffeeautomat, nur eine Kantine. Und in der arbeiten Chinesen, die kein Wort Englisch sprechen. Und mit „kein Wort“ meine ich auch genau das: Nicht ein einziges Fremdwort!

Mir wurde daher beigebracht, wie man einen Kaffee bestellt. Eins der wenigen Dinge, die ich in chinesischer Sprache hinbekomme (ein anderes ist, dem Taxifahrer meine Adresse hinzustammeln, damit er mich heim fahren kann).

Ich gehe also, morgens in die Kantine und sage etwa sowas wie „zwei Becher Kaffee“ (natürlich ohne Bitte. Das wurde mir nicht beigebracht. Ich setze daher dazu also mein charmantestes Lächeln auf. 😉 ) auf chinesisch. Irgendwie verstehen mich die Damen dort dann mehr oder weniger – jedenfalls bekomme ich meinen Kaffee.

Diesmal war ich auf dem Weg in die Kantine in Gedanken zu meiner aktuellen Aufgabe. Die sollte nämlich dringend erfolgreich umgesetzt werden. So nebenbei bestellte ich dann Kaffee – na so was! Da war der Kaffee doch überraschend billig?! Mir war dann auch relativ schnell klar wieso: Ich hatte schlicht die falschen Zahlen genannt. Und so statt 5 nur 3 Kaffee bestellt.

In Deutschland würde ich sagen „Oh, sorry, mir ist da gerade ein Fehler unterlaufen“ und einfach die fehlenden Kaffee nachkaufen. Wie mache ich aber Menschen die Situation begreiflich, wenn alles, was ich sagen kann: „xy Becher Kaffee“ und „Danke“ ist…? Keine Chance!

Erst mal lächeln und winken. (Oder so.)

Dann „kaputte Schallplatte“ spielen und immer wieder die richtige Bestellung nennen. Und hoffen und bangen, dass ich nicht auf einmal 8 Kaffee in der Hand habe.

Irgendwann wurde ich dann auch tatsächlich verstanden, oder sagen wir, mein konfuses Verhalten richtig gedeutet. Ich bekam also meine fehlenden Kaffee.

Neues Problem: Geld. Schliesslich hatte ich schon etwas bezahlt. Aber nicht alles, da waren die Damen der Kantine sich einig. Nur: Wie viel fehlte eigentlich? Eine hatte dann die Idee: Das kann man doch bestimmt ausrechnen! Ich war nicht in der Lage, ihrer Rechnung zu folgen.

Ein Kaffee kostet 8 (Schwarz), bzw. 12 (Cappuccino) Renmibi (RMB). Sie rechnete aber mit 16 und 18er Beträgen. Was sagen ging wieder nicht. Sprachbarriere.

Ich habe dann einfach beide Beträge im Smartphone als Notiz eingegeben und subtrahiert. Die Welt der Zahlen – die wiederum ist universell.

PS: So weit kommt man mit gutem Englisch in China dann eben auch nicht.