Der Arbeitstag (1)

Hui, das ist ja quasi schon der dritte Teil von mir über meine Arbeit hier, wenn auch der erste, der sich „richtig“ mit Arbeit beschäftigt.
(Teil 1 gibt’s hier, Teil 2 hier) Ich komme normalerweise um kurz nach 8 im Werk an und bin um etwa viertel nach umgezogen in Uniform (Poloshirt, Arbeitshose und -schuhe, übrigens Unisex) im Büro.

Unser Büro liegt im ersten Stock, direkt über der Produktion. Denn wie mir erklärt wurde, ist das der normale Weg für produzierende Unternehmen gewesen: Zunächst wird Produktion der Kosten wegen nach China verlagert, dann (nicht immer, aber relativ oft) mittlerweile auch Teile der Entwicklung und Administration in der ich jetzt arbeite. So gern ich etwas entwickeln würde, meine Eignung dafür ist auch eher maximal nicht vorhanden 😉

Zunächst folgt dann um 8:30 die Teambesprechung. Hier kommt erst das gesamte (ungefähr 40 Mann große) Team zusammen, um den Worten des Ober-Chefs zu lauschen. Das dauert bei uns etwa 3-5 Minuten, ich habe aber auch Zahlen von 10 Minuten und mehr gehört und ist für einen Nicht-Chinesen ziemlich sinnfrei, weil es keine Übersetzung gibt.

Danach kommt dann jede Abteilung (also zwischen 5 und 10 Mann) zusammen und es wird sich über den aktuellen Stand der verschiedenen Projekte ausgetauscht. Da dies auf Englisch passiert (und damit verständlich ist) ist das ziemlich interessant. So kann ich viel besser verfolgen, was insgesamt in der Firma so los ist, wer gerade welchen neuen Kunden wie betreut, welches Projekt welches Problem hat (oder wie sie es lösen) und so weiter…

Danach gehe ich dann Kaffe holen. Bisschen Klischee muss ja auch sein. Für die Sprachler unter euch:
Ein Becher Kaffee? I (Eins) Bei (Becher) Maishe (schwarzer Kaffee, einen Latte bekommt man mit „Nahtje“), geprochen: „I“ „bäi“ „mäische“, wobei der Shanghai-Dialekt eher ein „mai-ße“ verlangt. So ungefähr kommt das hin denke ich, da mir aber die linguistischen Studien im Lebenslauf fehlen könnte es passieren, dass, wenn ihr das ausprobiert, ihr irgendetwas anderes, wie zum Beispiel Schweineohren, bekommt. Also keine Garantie darauf, weil das ja klar ist 😉

Wenn ich den Kaffee dann geholt habe und alle glücklich versorgt sind, geht es dann an die eigentliche Arbeit, so um 9 Uhr normalerweise. Die besteht vor allem aus sehr viel PC und Excel-Arbeit…

Zu Excel, der Mittagspause und allem anderen, was bis zum Ende des Arbeitstages um 17 Uhr passiert, mehr im zweiten Teil 😉 In diesem:
Warum ist unser Gelände so groß? Wo sind all die Bänke hin? Ananaseis? Und natürlich die komplexe Frage nach dem „Warum hat hier keiner einen Meetingraum reserviert?!“ (Cliffhanger? Kann ich!)

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8 Gedanken zu “Der Arbeitstag (1)

  1. Aber nicht wieder einschlafen und auf der Tastatur pennen, die geht dann irgendwann kaputt davon 😉

    Excel und so – was für eine Tastatur habt/nutzt ihr denn vor Ort. Kannst du da mal ein Foto von machen?

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