Der Euro und Griechenland.

Ich weiss. So aus China europäische Politik kommentieren ist komisch. Zunächst. Denn, um mal eins klar zu machen:

Diese f****** Eurokrise nervt so langsam. Die kostet mich bares Geld!

Als ich nach Shanghai kam, war der Wechselkurs schon von vor einem Jahr etwa 8 Renmibi (rmb) auf 6,77 rmb gesunken. Seitdem ich hier bin, ging es noch mal um einen halben rmb auf 6,23 runter. Klingt jetzt nicht dramatisch. Bedeutet aber:

Auf 500 Euro gerechnet fehlt mir der Gegenwert von fast 40 Euro.

Doof, ne? Und alles nur, weil sich die Herren im Eurobereich zu fein sind, nationale (und vor allem parteitaktische) Gründe mal hinten anzustellen und über volkswirtschaftliche Notwendigkeiten zu reden. Und dementsprechend zu handeln!

Es ist jetzt nicht so schwer, zu verstehen, dass ein Grexit keinem hilft. Den Griechen im Zweifel mehr als uns. Und der EU als politische Idee am allerwenigsten.

Daraus folgt, dass wir – ja, so sieht es aus – die Griechen eben unterstützen MüSSEN! Klar, Schuldenschnitt ginge auch, aber das will ja niemand. War 2010 sinnvoll, jetzt auch nicht mehr so krass. Aber es ist die einzige Alternative (wenn man den Grexit rausnimmt). Entweder mehr Geld reinpumpen oder Geld abschreiben.

Ist mir letztlich egal: Aber regelt das endlich und bringt den Euro-zu-RMB-Wechselkurs wieder auf ein annehmbares Niveau!

(Das verteuert meinen geplanten Wandertrip halt auch um 20 Euro nochmal. Toll, nicht?)

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8 Gedanken zu “Der Euro und Griechenland.

  1. Du armer Geschändeter 😉

    ‚Es müßten – wenn ich richtig Kopfrechne – 35 Euro sein. die dir verlustig gehen.

    Politiker, die zum Wohl der Allgemeinheit handeln? Du bist aber noch reichlich naiv idealistisch. Politiker handeln fast immer zu ihrem Vorteil, und so, dass sie sich gut profilieren.

    Schuldenschnitt ist so oder so fällig – selbst, wenn es einen Grexit geben sollte, der aber nicht möglich ist.

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    1. Ich kam auf 36,xy Euro, also ziemlich nah. Es muss einfach Politiker geben, die idealistisch handeln. So wie zB Leutheusser-Schnarrenberger (schreibt sich die so?) beim VDS-Gesetz.
      Ich sehe einen indirekten Schuldenschnitt: neue Kredite ohne Zinsbelastung. Schuldenschnitt geht nicht, weil das keine rechte Regierung verkaufen kann (politisch rechts/konservativ. Das schließt uns ein)

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    2. Verkaufen können Sie das doch schon lang nicht mehr. Das Geld ist so oder so weg – auf immer. Die Schulden sind eh Buchgeld, was auch in einem Jahrtausend da noch steht.

      Die brauchen schon Reformen, sollten aber vielleicht mal bei den Reichen anfangen. Aber da ist es wie überall: vergrätzt man die mit Steuern, gehen sie woanders hin, wo sie weniger STeuern zahlen müssen. Und das ist auch nicht sinnvoll. Denn die Oberen sind es meist, die kein Gemeinschaftsdenken mehr haben, so etwas nur noch als Ausgaben sehen und dabei vergessen, dass sie ihren Reichtum dem (ärmeren) Volk zu verdanken haben. GEld wächst nun mal nicht auf Bäumen, es wechselt lediglich den Besitzer …

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    3. Der Kommentar oben sollte heißen:
      (…) Du bist aber noch reichlich naiv idealistisch. Politiker handeln fast immer zu ihrem Vorteil, und so, dass sie sich gut profilieren.

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  2. europa merkelt sich weiter durch die krise:
    sind wir vor der möglichkeit einer revolution in europa? wie wird die zukunft der europäischen union aussehen? wie lange wird der euro noch überleben können? griechenland wird und muss in der eu bleiben, aber immer mehr europäische bürger wollen ihr leben nicht von der eu diktieren lassen, aber die eu-staatschefs, angeführt von der deutschen kanzlerin, werden an ihrer so “erfolgreichen sparpolitik” festhalten und sich weiterhin in eine ungewisse zukunft “merkeln”.

    der grösste feind europas ist die übermacht der finanzmächte. trotzdem will die eu an ihrem asozialen und ungerechten finanzkapitalistischen kurs festhalten. bevor europa im schuldensumpf untergeht braucht es noch mehr wachstum, koste es was es wolle. alles nimmt deutlich zu, die umweltzerstörung, der klimawandel, die unterdrückung der völker, die ausbeutung der schwellenländer, die arbeitslosigkeit, die armut und der hunger. aber die grenzen des wachstums werden bald erreicht sein! mehr hierzu: https://campogeno.wordpress.com/2015/06/24/europa-merkelt-sich-weiter-durch-die-krise/

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