Griechenland, die Dritte.

Jetzt ist also auch das Referendum durch. Mehr als 60% der abstimmenden Griechen sagen „Nein“. Zu einem Vorschlag, der nicht zu Ende verhandelt wurde. Abgestimmt wurde eine Idee.

Der Idee, dass wir anderen Euro-Staaten eine weiter verschärfte Austeritätspolitik durchsetzen dürfen (oder sollen). (So sehe ich das.)

Wie es schon vor dem Referendum von der Zeit geschrieben wurde, hoffe ich auch immer noch: „Bleibt bei uns!“

Denn auch ich sehe im Euro mehr als nur die Währung. Er ist eben auch die politische, das ehemals so zerstrittene Europa einende Idee. Und um die lohnt es sich, zu diskutieren und eben auch zu kämpfen. Auch wenn wir jetzt wirklich einigen Forderungen von Tsipras nachgeben muessen.

Lasst uns alle – sämtliche Europäer und am liebsten auch andere Weltbürger – an einem geeinten Europa, einer geeinten Welt arbeiten. Am besten ohne Einwanderungshürden, mit gemeinsamer Währung. Ach ja – und Kriege und Regionalkonflikte könnten wir auch direkt mit abschaffen. Wär das schoen…

PS: Damit wurde aus meinem Griechenlandartikel gewissermassen eine Trilogie. Angefangen mit Nörgelei, gefolgt von Unsicherheit, beendet mit Hoffnung. 🙂

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3 Gedanken zu “Griechenland, die Dritte.

  1. Warum müssen wir Tsipras Forderungen teilweise nachgeben?

    Wenn meine Mutter zu unserer Hausbank rennen und sagen würde, wir haben demokratisch abgestimmt, wir zahlen den Kredit fürs Haus nicht zurück, würde keiner auf die Idee kommen, zu sagen, die Bank müsste unseren Forderungen teilweise nachgeben?!

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  2. Warum wir nachgeben? Weil die Alternative dazu der Grexit ist.

    Dein Vergleich hinkt so sehr, das ist schlimm. Ich nehme ihn trotzdem und praezisiere:
    1) Wenn deine Bank deiner Mutter sagt „Bauen Sie ruhig das Haus, das mit den Zahlen regeln wir spaeter“, wer hat dann Schuld, wenn Raten nicht beglichen werden?
    2) Wenn deine Mutter spaeter zahlungsunfaehig ist, die Bank aber trotzdem weitere Kredite gibt, die einzig und allein dazu dienen, andere Kredite zu bedienen, damit aber deiner Mutter nur weitere Zahlungsverpflichtungen aufbuerden – wird sie dann wieder zahlungsfaehig?
    3) Du weisst schon, wie demokratische Legitimation entsteht und dass das nicht nur mit einer „freien, geheimen Abstimmung“ zu tun hat?
    4) Daraus folgend: Den Absatz ueber die „politische Idee“ hast du ziemlich ignoriert. Das ist mein Hauptpunkt: Der Euro ist eben mehr als die Waehrung. Mehr als nur Geld. Das war der Gedanke – von Gysi und anderen 1998 kritisiert, von der CDU/SPD befuerwortet. Wir sind also in der Pflicht. Punkt. Aus. Ende. Meinetwegen lasst uns die Griechenschulden bezahlen und dann den Euro verlassen. Aber so zu tun als waer das alles in keinem Fall unsere Schuld ist einfach falsch.
    5) Zudem vermute ich einfach mal, dass deine Mutter eine liquide Person ist. In dem Fall wuerde die Bank also erst mal das Haus pfaenden… Bloed waer halt, wenn (und damit sind wir wieder in Gr) wenn du alles pfaendest, aber nicht ansatzweise den geschuldeten Wert bekommst…

    Noch etwas anderes:
    Hast du die Doku zur Troika angeschaut? Gerade die hat meine Sicht auf die Dinge schon beeinflusst.

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