Song der Woche(31): A bar in Amsterdam – live

Zu Silvester habe ich seit ein paar Jahren eine kleine Tradition: Bevor der „offizielle“ Teil abends losgeht (mit je nachdem Familie, Freunden oder beidem) setze ich mich gemütlich auf die Couch und schaue mir im Fernsehen die Auswahl an live-aufgezeichneten Konzerten an, die das öffentliche Fernsehen sendet.

Für irgendwas muss es doch gut sein, dass es Menschen gibt, die GEZ-Gebühren zahlen oder? (Zum Glück muss man als Student ja nicht 😉 )

Daher habe ich heute auch eine Band, die besonders live ein Genuss ist: Katzenjammer. Multiinstrumentalisten aus Norwegen – sehen fast so gut aus, wie sie Instrumente spielen können.

Wer nach noch immer nicht genug Musik gehört hat, findet die anderen Songs hier 😉

PS: Guter Vorsatz fürs neues Jahr: Nächstes Jahr um diese Zeit beim 83. Song der Woche stehen?

Song der Woche(30): Shake up Christmas

Ich mag es ja nicht, schon im September mit Lichterketten und Spekulatius zu wedeln. Aber heute ist ein Weihnachtssong doch in Ordnung oder? Auch wenn den (vermutlich) dank Coca Cola jeder kennt – ist halt mein Lieblings-Weihnachts-Song. *guckt unschulding*

I will also shake it up: Für mich geht es heute….nach Hause! Also, fast. Zumindest nach Deutschland und ins Haus von lieben Verwandten 🙂

Und wenn euch das musikalisch nicht reicht – oder ihr nach Songs mit weniger Weihnachtsbezug sucht, dann macht das einfach hier, wo ihr alle bisherigen Songs der Woche finden könnt 😉

Frohes Fest euch allen!

Ein Tag allein.

Aufgrund der Tatsache, dass ich mir noch Vilnius anschauen wollte, bin ich ein paar Tage vor meinem Flug nach Vilnius gefahren (Zugticket für Studenten: 2,50€). Dort im Hostel sind vor Allem Russen oder russischsprachige Menschen, daher wenig soziale Anknüpfungspunkte. Ich kenne zwar ein paar Vilnius-Erasmus-Studenten hatte aber nicht so Motivation, die über fäisbuk anzuschreiben.

Sonntag:

Ich wache um 10 auf. Erst mal brauche bis 1 Uhr, um überhaupt aufzustehen und dann tue ich selbiges auch noch mit dem falschen Fuß! Weiß man ja, eine ganz doofe Idee. Dann erst der Blick aus dem Fenster: Mieses Regenwetter. Da werde ich draußen ja naß! Danach erst mal Frühstücken. Oder auch nicht – vergessen, Frühstückszeug zu kaufen. Hrmpf. Also erst mal einkaufen gehen. Das war dann eigentlich auch alles. Danach den Tag irgendwie rumbringen…

Montag:

Ich wache um etwa 9:22 aus, weil irgendwer die Halogenlampen iunserem Zimmer anmacht. Macht mir aber nix – denn ich habe mir irgend so ein Fertig-Kaffee-Gedings gekauft und neben meinem Kopfkissen deponiert. Selbiges wird also verzehrt, danach stehe ich mit dem richtigen Bein auf. Vermutlich. Der Blick aus dem Fenster ergibt: Cooles Regenwetter. Sah gestern schlimmer aus. Und überhaupt: Eigentlich mag ich Regen ja. Also Schuhe an und raus. Einfach mal loslaufen. Es ist wirklich naß. Aber dafür habe ich ja Jacke und gute Schuhe. Eigentlich will ich das KGB-Museum besuchen, dass mir so warm empfohlen wurde. Geht nicht. Egal, dann laufe ich halt einfach so durch die Stadt. Der Regen zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht, während ich die Festung erklimme. Ha! Ich bin ganz oben. Der Regen kann mir – genau – nichts! 🙂

Verlaufen habe ich mich dann auch noch. Hat aber sein Gutes: Ich stolpere über die deutsche Botschaft. Da kann mir auch geholfen werden bezugs des Weges. Funfact: Die Wartesitze (3 Stück) sind schwarz, rot und goldgelb 🙂

Fazit:

2 Tage, ungefähr gleich und dennoch so verschieden…

Too much goodbye.

Gestern war mein letzter Tag in Kaunas. Ich bin die nächsten Tage in Vilnius, quasi Sightseeing, und dann geht es über die Weihnachtstage wieder heim…

Aus diesem Grund wollten meine Freunde und ich uns noch einmal treffen und gepflegt ein Bier trinken. Wie man das halt so macht, bevor man dann um…äh…22 Uhr die Heimreise antritt, weil „ich muss ja morgen früh raus“. Ein  Gedankenprotokoll.

20 Uhr: Ich treffe mich mit meinen zwei besten Freunden, wir wollen vorher noch etwas essen. Nach kurzem Überlegen fällt die Entscheidung auf einen Pub, ungefähr 15 Gehminuten entfernt

20:15 Uhr: Treffen in besagtem Pub ein. Pub ist voll und zudem geschlossene Gesellschaft, was unsere Position nicht wirklich stärkt.

20:30 Uhr: Nachdem wir zwei weitere Lokale abgegrast haben, schlägt Freund 1 ein lokales Lokal vor – ungefähr da, wo wir losgelaufen sind. Aber immerhin ist der Schuppen das Lokal mit der besonders spezill deliziösen Suppe. Ich liebe diese Suppe.

20:40 Uhr: Auf dem Weg in mein „Suppenrestaurant“ kommt Freund 2 (Italiener) auf die Idee, eigentlich würde er doch ganz gern Pizza essen. Überstimme ihn – hallo: Suppe!!!

21:00 Uhr: Sind im Suppenrestaurant. Wie es sich für ein lokales Restaurant gehört ist ausser uns nur eine lokale Gruppe da – die sich in italienisch unterhält. Bestelle 2 Suppen. Nach dem Essen frage ich nach dem Rezept. Bekomme ein Rezept, leider ist es auf Litauisch.

22:00 Uhr: Gehen in den nächstliegenden Pub, der uns einfällt. Trinken überaus patriotisch englisches Ale, während die Band des Abends ihr letztes Lied spielt. Schade, hätte gern mehr von der Band gehört.

22:20 (oder so) Uhr: Freunde treffen ein. Ich sitze mittlerweile fast ausschließlich draussen im T-Shirt (es ist so warm!) und ausserdem ist immer wer zum quatschen da. Raucher halt. (Anm. d. A.: Dabei rauche ich gar nicht) Irgendwie lernen wir aus Versehen auch ein paar Litauer kennen. Einer von ihnen ist Designer und trägt gerade einen Damenmantel. Steht ihm aber. Seine Freundin hat seinen Mantel an. Steht ihr leider nicht so.

23:50 (oder so) Uhr: Nach dem *hüstel* Bier überlegt der Designer mit seinen Freunden die Party daheim fortzusetzen. Wir werden eingeladen mitzugehen. Naja, ganz kurz, kein Problem. Und außerdem werden wir Veronika kennenlernen.

00:10 (oder so) Uhr: Veronika ist eine 24-Stunden-offen-Bar. Verkauft aber gutes Bier. Werde gefragt, welches Bier ich möchte. Frage nach 2 Bier, einem hellen und einem dunklen. Bekomme 4 Bier, zwei helle und zwei dunkle. Passiert. (Anm. d. A.: Bier in Osteuropa hat gern mal 8-12%. Die man übrigens so gar nicht schmeckt.) Gutes Bier. Sehr gutes Bier.

00:20 (oder so) Uhr: Finden die Wohnung. Schön haben sie es sich eingerichtet. Die Möbel hätte ich eher meiner Oma zugerechnet, aber verdammt, die sind bequem! Es gibt ein Bad ohne Waschbecken, dafür mit Badewanne (habe ich noch nie gesehen). Und einen Balkon. Für die Raucher werden Pantoffeln bereitgestellt. Gegen litauische Gastfreundschaft kann man wenig sagen 😉

4:30 Uhr: Schaue auf die Uhr. Bin verwundert, wie viel Zeit vergangen ist, schließlich haben wir doch eigentlich nur ungefähr ein Bier getrunken und über verschiedene Kulturen philosophiert. Ist ja auch egal. Mir stellt jemand ein Bier vor die Nase.

6:30 (oder so) Uhr: Joaaaaaaaaaaaa, wir gehen dann mal heim. Beziehungsweise ein Taxi suchen. Raus halt.

7:15 Uhr: Falle ins Bett.

11:00 (oder so) Uhr: KAAAAATER!!!

 

Song der Woche(29):

Ich mag Shoot ‚em up. Sehen nicht alle so. Müsst ihr ja auch gar nicht. Aber der opening Credit-Song von Wolfmother ist trotzdem einsame Klasse.

(Für mich allerdings auch deren einziger richtig guter Song – klassisches One-Hit-Wonder…könnte daran liegen dass der Leadsänger nach dem ersten Album die anderen beiden aus der Band geekelt hat. Zumindest haben sie hingeworfen.)

Have fun watching:

Wolfmother – Joker and the Thief (Visual Video) (Typography) from Thierry Branderhorst on Vimeo.

 

Wer nach noch immer nicht genug Musik gehört hat, findet die anderen Songs hier 😉

Weitere Aussichten: sonnig

Wenn dich der Tag mit der hie relativ raren Sonne begrüßt, das Wetter überraschen mild ist (also fast schon warm 😛 ), die zufällig ausgewählte Playlist nur gute Songs enthält und der Kaffee schmeckt, dann kann der Tag eigentlich nur gut werden oder? 🙂

Rübermachen. 

Sitze im Bus. Russische Grenze. 

Es ist nachts. So 4 Uhr morgens oder so. Außer mir spricht hier keiner deutsch. Wir alle warten. Worauf weiß ich nicht genau. Aber bestimmt passiert gleich irgendwas. 

Wir müssen aussteigen und unser Gepäck suchen. Vermisse meine Sporttasche. 

Habe die Sporttasche auf der anderen Seite des Busses gefunden. Stehen jetzt in einem Gebäude, das ungefähr so aussieht, wie ich mir die kommunistische UDSSR vorgestellt hätte. Immerhin, die Toilette geht. Die Wasserhähne nicht. 

Nach ungefähr vierzig Minuten Passkontrolle. Ich erinnere mich an ein Ernst Jandl Gedicht: (frei umgedichtet)

Drehkreuz geht, einer raus, einer rein, fünfter sein.
Drehkreuz geht, einer raus, einer rein, vierter sein.
Drehkreuz geht, einer raus, einer rein, dritter sein.
Drehkreuz geht, einer raus, einer rein, zweiter sein.
Drehkreuz geht, einer raus, einer rein, nächster sein.
Drehkreuz geht, einer raus, selber rein. ‚Here’s my passport‘

Scheinbar alles ok. Wieder in den Bus. Wir fahren ungefähr 5 Meter, jetzt stehen wir wieder. Hätte man mir ja mal sagen können. Also wieder in die Jacke und Mütze geschlüpft und ausgestiegen. 

Aha, Zoll. Also alles noch mal von vorn – Gepäck suchen, anstellen…nur diesmal ohne Ausweis (der wird vorher eingesammelt) und mit enervierend bietenden Scanner und so ein Röntgengerät. 

Frage den Wachmann (Gibt es ‚Zöllner‘ noch?) ob er englisch spricht. Er antwortet in Russisch, dafür muss ich aber mein Gepäck nicht scannen lassen. Wer nicht Russisch spricht ist wohl zu dumm zum schmuggeln. Oder irgend so was…denke ich mal. 

Bringe mein ungeröntges Gepäck zum Bus zurück. Eigentlich hätte ich’s ja gleich im Bus lassen können. Vielleicht wenn ich eine deutsche Fahne drumrum…? Egal. Wieder in den Bus. Auf die Uhr geschaut – waren ja nur 2,5 Stunden, wie die Zeit vergeht. 

Grenzübergänge sind schon was feines.