Ein Samstag im Unisport (1)

Wer nicht lesen mag: 7:10, 10:8, 10:12, 10:6, 6:10

Unihockey. Kennt ihr? Naja, die im Unisport gespielte Variante ist ein bisschen anders, als das, was die Regeln eigentlich vorschreiben.

Ihr kennt bestimmt jeder einzelne die Schulturnhallen, in denen man als Kind immer genau den Sport machen musste, den man nicht gemocht hat. Oder in dem man gerade schlecht war. Meistens turnen. (Wie das funktioniert wurde mir nie erklärt, es hieß immer nur „Mach mal!“. Hilft nicht für gesteigertes Interesse zu sorgen. Aber ich schweife ab…)

Also, eine Turnhalle. Ungefähr an beiden Enden stehen kleine Tore (ich schätze mal so 40 cm hoch und 50 cm breit (?) ). Jedes Team hat drei Spieler auf dem Feld. Fliegende Wechsel. Was sich schon theoretisch nach einer Menge Rennerei anhört ist das auch (besonders wenn man nur einen Wechselspieler hat…aber das passierte zum Glück letztes Jahr, als ich noch halbwegs fit war).

Gestern morgen also erst mal nach 4 Stunden Schlaf etwas fertig um 9 Uhr aufstehen, kurz Kaffee und eine Scheibe Toast. Dann zum Treffen mit meinem Kumpel die Ubahn zur Haltestelle VOR dem Sportzentrum nehmen, denn durch das Auslandssemester habe ich für dieses Semester keine Sportmarke. Über den Zaun in das Sportzentrum hinein, zu den Umkleiden und umziehen. Ich habe mich mit meiner langen Stoffjogginghose falsch entschieden aber immerhin besser als mein Freund – der hat seine Sporthose gleich ganz vergessen und in Jeans gespielt.

Dann in die Halle, etwas warmstretchen (jeden Muskel etwa fünf Sekunden andehnen), dann warmspielen. Es sind alle Level vertreten. Von Regelmäßig-in-der-dritten-Liga-Spieler über die bei-Hobbyturnieren-Spieler bis zum den regelmäßig-im-Training-Spielern…. …… ….. ach ja. Und den völlig-unkonditionell-lang-nicht-mehr-ge-Spielern, also uns.

Da wir ungefähr die Creme de la Creme darstellen, werden wir auch prompt in das selbe Team gelost. Losen funktioniert so, dass alle Schläger auf einen Haufen geworfen werden, jemand daraus zwei Stapel bildet und man sich dann dem Stapel zuordnet, auf dem der eigene Schläger liegt. Problem dabei ist, dass die Hälfte von uns keine eigenen Schläger hat und ich nie so ganz genau weiss, welcher der weiss-blauen eigentlich mein Schläger ist. Ich warte also meist einfach ab, welcher Schläger übrig bleibt und versuche dabei möglichst profihaft zu wirken.

Hockey ist eigentlich recht einfach und man sieht auch untrainiert nicht ganz so schlecht aus, wie in anderen Sportarten (ich war mal beim freien Basketballspielen…aber lassen wir das). Ein Spiel geht bis zu 10 Toren, wobei es mit 2 Toren Vorsprung gewonnen werden muss (bei 9:9 geht es also quasi in die Verlängerung).

Vor dem ersten Spiel stelle ich fest, dass ich nicht nur schon viel zu lang keinen Sport mehr gemacht habe – nein: Ich habe auch die Namen aller Spieler vergessen. Hier steh ich nun, ich armer Tor und bin so schlau als wie vor…über einem Jahr. Kenne weder die Spieler, noch habe ich Kondition. In einem Teamsport eine sehr erfolgversprechende Kombination habe ich gehört.

Wie die Spiele insgesamt verliefen und warum ich überhaupt überleben konnte, lest ihr gleich. Nach der nächsten Maus 😉

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