Laufen.

Ein kleines Update von mir. Sorry, dass ich mich nicht öfter melde, teilweise steht der Internet-Empfang im Weg (was aber auch dazu führt, dass ich mein Handy so wenig benutze wie sonst nie :P), teilweise ist einfach so viel los…

Vor ein paar Tagen habe ich an meinem zweiten 10-Kilometer-Lauf teilgenommen. Die Idee dazu kam von einem Freund, der selber laufen wollte und uns gefragt hat, ob wir mitkommen.

Wir sind also um 3:30 Uhr morgends aufgestanden, um um 4 Uhr von unserer Mitfahrgelegenheit abgeholt zu werden. Die nötigen 260 Kilometer Distanz sind in Russland nämlich schon mal gute 4 Stunden Fahrt. Soweit war das ganze auch ganz normal. Dann waren wir aber dort.

Wo ist dort? Elista in der Kaukasusregion. Das ist eine der wenigen Ecken Russlands, die nicht Orthodox, sondern mehrheitlich buddhistisch geprägt sind. Da ist es warm im Sommer. Sehr warm. Als der Lauf um 10:30 startete so um die 33 Grad warm – im Schatten.

Und davon gab es leider nicht so viel, was mich dazu veranlasst hat, mein Ziel nach etwa 3 km zu revidieren. Von „Schneller als eine Stunde sollte schon gehen“ auf „Wenigstens nicht mehr als 1 Stunde 10 Minuten“. Denn nach 3 km war ich ausgedörrt. Mein Mund war trocken. Nach 4 km war gefühlt auch der letzte Rest Speichel verdunstet und ich konnte den eingeatmeten Staub schmecken – zudem ich nicht verstanden hatte, dass auch die 10km-Läufer sich an der als 5km-Verpflegungsstation ein Wasser mitnehmen dürfen.

Einer der Läufer, den ich vorher kennengelernt hatte, überholte mich und bot mir etwas aus seiner Wasserflasche an – nie zuvor war Nasses so toll! Immerhin gab es dann nach etwa 5km die zweite Wasserstation, an der ich diesmal auch Wasser mitnahm. Ich fühlte mich dann etwa einen Kilometer gut – dann war der neue Wasservorrat auch verbraucht.

Ich änderte meine Taktik von „langsam joggen“ auf „in der Sonne joggen, in Schattenfeldern gehen und Akku laden“, was es dann wieder halbwegs erträglich machte.

So konnte ich den letzten Kilometer nochmal in etwas unter 6 Minuten zurücklegen und dabei noch 3 Läufer überholen – und schneller als 1h10 blieb ich auch noch! 🙂

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