Geht ein Johannes zum Arzt… /Teil 1

Wenn einer eine Reise tut…

…dann muss er vorher ganz schön viel erledigen. Dazu gehört auch der obligatorische Check, ob alle Impfungen auf dem neuesten Stand sind, aber das ist ja nicht wichtig weil niemand Impfungen braucht… oder ob irgendetwas fehlt.

Wenn man dann, so kurzfristig wie bei mir („Ja, ich bräuchte eine Impfung, nein am besten so schnell wie möglich, ja ich weiß auch, dass heute schwierig ist, nein, morgen reicht auch, ja klar, machen wir so“) einen Termin braucht, ist es eine gute Hilfe, wenn man in jüngeren Jahren sich irgendwie um eine gute Beziehung zum Arzt gekümmert hat (oder jemand anderen hat kümmern lassen). Immerhin: Alles was fehlt, ist die Hepatitis A-Impfung.

Also am folgenden Tag in der Praxis vorbeigeschaut. Der ist verdammt auf zack und gerade wenn es um Impfungen geht absolut klasse. Rein, desinfiziert und bevor du es mitbekommst, bist du durch. Jetzt fehlte aber der Impfstoff. Kein Problem, ab zur Apotheke, Rezept vorgelegt, bisschen mit dem Apotheker(hilfen/dingens/wasauchimmer) gequatscht, Spritze geholt. Zurück in die Praxis, Arzt schaut die Spritze an und sagt:

Hm, da haben die dir ja nicht mal das gegeben, was ich dir verschrieben habe.
Zack! – bin ich auch schon geimpft.
Wo ist denn dein Impfpass?“ Ich reiche ihn, er beginnt, die Impfung einzutragen.
Moment, irgendetwas passt da nicht!“ Setzt sich an den Computer und gibt irgendwelche Codes ein.
Das müsste doch, warte mal, hm, das ist ja die Pro. Kann das sein?“ Ich werde derweil leicht nervös. Was geht hier vor? Muss ich sterben?! Wahhhhh!!!!
Okay. Da habe ich dich soeben gegen Hepatitis B geimpft. Das ist nicht schlimm, aber da muss ich jetzt schauen, wie ich die Apotheke erreichen kann.“ Okay. vielleicht verschiebt sich das Sterben doch auf später?
Ungefähr viele Anrufe später. „Hm, da ist ständig belegt. Gib mir mal einen Moment, ich schaue mal, wie wir das jetzt regeln…“ Ich ab in den Warteraum. Nehme mir eine Zeitung und weiss nicht, wie das jetzt weitergehen soll. Immerhin haben wir fünf Uhr. Und auf dem Land ist um sechs Uhr Schicht…

Den zweiten Teil gibt es übermorgen 😉

Song der Woche (8): Hot Fudge

Immer wieder Mittwochs, immer wieder Musik, immer wieder anders.

Diese Woche mal ein lupenreiner Pop-Sänger. Vermutlich einer der erfolgreichsten Solokünstler weltweit, Sexsymbol und einer der wenigen Popmusiker, die bewiesen haben, dass sie auch anders können, als nur eingängige Melodien einzusingen. Robbie Williams hat schließlich auch Swing-Alben aufgenommen.

Dabei stammt „Hot Fudge“ aus der Zeit, als er in Europa mehr oder weniger alles erreicht hatte und Megastar war – in den USA aber weitestgehend unbekannt und charttechnisch eben nicht erfolgreich. Robbie zog daher in die USA nach Los Angeles und schrieb darüber den Song:


Escapagology war ein Album, welches ich mir damals sogar gekauft habe. Und dieser Song ist nach wie vor mein Robbie-Williams-Favourite, auch gegen die Swingsongs. Er hat einen eingängigen Rhythmus, Dynamik, kleinere Soli, einen mehr oder weniger ernst gemeinten Text 😉 und Bläser. Was wäre dieser Song ohne die Saxofone…

Liveversion von Hot Fudge? Klar, aber aufpassen: Statt Instrumente sieht man fast nur wenig bekleidete Damen. (Hab ich ja nix gegen, aber die Musiker finde ich dann doch spannender…)

Wer diesen Style mag (und nicht nur immer „Angels“ hört), dem könnten auch die beiden folgenden Songs gefallen:
1) Let me entertain you
2) Shine my shows (vom neuen Album)

Have fun, have music! 🙂

PS: Alle anderen Folgen des „Songs der Woche“ findet ihr, wenn ihr hier klickt

PPS: Die Songbeschreibung ist ja anders als noch vor zwei Wochen. Gefällt? Gefällt nicht? Freue mich über Feedback, Gefällt Mirs, oder „find ich doof“! 🙂

Wir lösen auf…

Noch einmal zusammengefasst:

Ich absolviere ab kommender Woche ein Praktikum.
In China.
In Shanghai.
In der Sales-Abteilung eines internationale Unternehmens.
Auf Englisch. 😉

Ich weiss noch nicht, ob das chinesische Internet WordPress zulässt. Falls nein, wird es dann mit dem bloggen schwierig. Sollte hier auf einmal alles einschlafen, bitte ich euch, nicht allzu enttäuscht zu sein. (Dann sammle ich eben Geschichten auf meinem PC.)

Ich wünsche euch einen schönen Tag!

Weltwärts…

So langsam wird es eng, es geht doch schwer Richtung Ausland – der Flug steht dann ja auch noch bevor und – Moment, wohin geht es eigentlich?

Erraten hat’s ja noch keiner.

Wär mir an sich ja egal. Aber so lange jemand damit angibt, es eigentlich zu wissen, weil, Zitat: „ich finde dein Tipp mit den Einwohnern/qkm ist zuuuuu eindeutig“, es dann aber trotzdem nicht verrät, mag ich nicht. (Ich war mir ziemlich sicher, es wäre ein guter, nicht offensichtlicher Tipp)

Also: Wer vor Abflug erfahren will, wohin die Reise geht ODER es sich verdienen will, dass ich von dort mal einen Artikel in den Laptop haue, darf gerne einen Kommentar dalassen und/oder mir eine Mail schreiben (einjohannes(a)web.de).

Also, wie war der Stand?

  • 135 Einwohner/qkm
  • mindestens 8 Reisestunden von hier weg
  • in Asien

Und wem das Land zu einfach ist: Welche Stadt wird gesucht?

(Und wem das zu einfach ist: Welcher Konzern?, ach ja, das könnt ihr ja  (hoffentlich) nicht wissen 😉 Wär auch doof, sonst könnte ich nicht drüber bloggen. Falls ich zum bloggen komme.)

Die Krux mit Menschen.

Die Heimfahrt verlief in etwa so wie meistens, wenn ich morgens zu nachtschlafener Zeit früh (also um halb elf) einen Zug erwischen möchte.  Aufstehen, nochmal die eigenen vier Wände checken, Zeugs in den Koffer werfen. Dann in die Ubahn hüpfen, am Bahnhof raus, zum Gleis und Gleichgesinnte fürs Gemeinschaftsticket suchen. Irgendwann waren wir zu fünft und wackeln gemütlich durch den Zug, suchen uns ein eigenes Abteil.

Wie das so ist auf Zugfahrten: Sitzen fünf Personen im Abteil. Die einzige Person, die du kennst bist du selbst (und bei mir bin ich mir nicht sicher)…

Wie das so ist, kommst du irgendwie über irgendwas ins Gespräch. Ich fange meistens mit dem Reiseziel (darüber hat man ja ganz am Anfang schon geredet, wenns ums Ticket geht) an, gut sind auch Bücher oder Magazine – wenn mir der Autor/das Thema etwas sagt. In dem Fall war es eine Abschlussarbeit.

Wie das so ist, entwickelt sich daraus ein Gespräch. Und ich stelle fest: Da neben mir sitzt eine Dame, die studiert etwas ähnliches, kennt sich aber in ganz anderen Themen gut aus als ich. Hat auch schon bei coolen Unternehmen gearbeitet. Hat einen guten Musikgeschmack. Usw usf. Worauf ich hinauswill: Wir kommen miteinander klar. Gibt ja auch Menschen, da endet ein Gespräch nach drei Sätzen.

So, ich hatte dann irgendwann im Gespräch weit über einer Stunde verbracht, dann kam ihr Halt – kurz vorher noch Facebook ausgetauscht. Jetzt habe ich auf Facebook also einen weiteren Kontakt, den ich exakt ein Mal – auf einer Fahrt – kennengelernt habe. Und jetzt?

Nach jedem neuen Kontakt, jeder neuen interessanten Person, die ich so kennenlernen darf, danke ich: „Eigentlich würde ich sie/ihn auch gerne mal wieder treffen. Neue Dinge erfahren, austauschen, lernen.“

Wer nur Lesen mag, kann jetzt eigentlich aufhören – jetzt kommt ein interaktiver Teil 😉 Weiterlesen

Heimwärts…

Jetzt geht es heute noch mal in die Heimatstadt. Der Bahnstreik ist ja glücklicherweise vorbei – also sollte mein Zug auch fahren. Unterwegs kann ich dann noch einige Dinge klären hoffe ich.

Daheim heißt es dann, dem eigenen Bruder möglichst nicht auf die Nerven zu gehen, der schreibt bald Abitur 😉

Und zeitgleich möglichst meine eigenen Dinge zu regeln, denn in weniger als 2 Wochen werde ich nicht mehr in Deutschland sein. Königsfrage: Wohin gehts? Wer raten mag, darf einen Kommentar da lassen. Wer als erster richtig tippt, darf sich einen Beitrag wünschen (entweder Titel oder Thema vorgeben) 😉 

 Ein Tipp: Dort leben im Schnitt 135 Menschen pro Quadratkilometer. (Wer reverse googelt ist doof ;P ) 

Update: Tipp 2: Ich spreche die Landessprache(n) nicht. Und es ist mehr als 8 Reisestunden entfernt.

 Genießt euren Samstag. Ich genieße den Streß.

Link(s)verkehr

Neue Woche, neue Links:

  • Warum Twitter das falsche Medium ist für tiefergehende Diskussionen. Und um die Gesellschaft zu verändern. Weil jeder Hashtag, der es in die Gesellschaft schafft (=aus der Twitterblase raus) hinterher zerdiskutiert wird. Erleben wir jetzt mit #NotJustSad. Kommentar dazu vom Kollegen von Jana Selig, der der Hashtag zugeschrieben wird.
  • Neue Arbeitsmodelle? Cool! Ich feier das. Ich habe mich auch als Werkstudent gefreut, dass ich einfach mal eine/zwei Woche in der Prüfungszeit aussetzen konnte oder eine Woche paar Stunden mehr, mal paar weniger. Finden nicht alle gut. Was bei Misskommunikation dann aus dem eigenen Arbeitsmodell werden kann, musste Seibert Media erfahren. Leseempfehlung, wer Medien/Marketing spannend findet!
  • Musik! Marsimoto hat einen neuen Song rausgebracht. Marterias Alter Ego, der Kiffer Marsimoto. (Der ist für dich, Molly. Kifferromantik, ftw.)
  • Und dann war da noch die „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber“-Infografik, bzw. Quiz.

Have a nice weekend 🙂